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Sappho fragt nach ihren Schwestern

Mit 15 Jahren schickte ihr Vater sie ins Kaiserin-Augusta-Stift nach Potsdam. 1909 zog sie nach München, um an der Königlichen Kunstgewerbeschule Bildhauerin zu werden. Die Meisterin des Meerschweinchens gehörte der Münchner Bohème an. Im Zweiten Weltkrieg zog sie nach Cluny im Tal der Rhone. Dort wurde sie in den von der Résistance kontrollierten Wald entführt. Am 10. Juni 1944 wurde sie erschossen. Der Hintergrund der Tat ist ungeklärt.
So wird Sapphos Schwester in Wikipedia beschrieben. Doris Hermanns fand bei ihrer Spurensuche ganz andere Abdrücke von ... ja, von wem?

1876 in Ohio geboren, starb sie mit 95 Jahren in ihrer Wahlheimat Frankreich. Als «Amazone von Paris» machte die Tochter einer Malerin ihren Salon an der Rue Jacob zu einem der wichtigsten Treffpunkte für französische und US-amerikanische Intellektuelle. In der Antike fand die Schriftstellerin und Salonière ihr «sapphisches Ideal» einer auf Liebe und kreativem Austausch beruhende Frauengemeinschaft. Um es zu verwirklichen, eröffnete sie die «Académie des Femmes». Hier fanden zahlreiche Künstlerinnen ein Forum zur Präsentation eigener Werke. Sappho fragt: Wie heißt meine Schwester?

Der Vater wollte nicht, dass sie aufs Gymnasium ging. Dann wurde sie Lehrerin. Ihr erster Roman handelt vom entlaufenen Pfarrer Gösta, kleinen Fehlern und großen Gefühlen. Als ein bekannter Literaturkritiker das Buch empfahl, wurde es auch in ihrer Heimat ein Erfolg. Später konnte sie von ihrem Schreiben leben, sie erhielt sogar den Literaturnobelpreis. Wer ihr berühmtestes Buch kennt, sagt nicht mehr so oft „Blöde Gans“. Dass die Schwedin eine von Sapphos Schwestern war, hat sie nie zugegeben. Sappho fragt: Wie heißt meine Schwester?

Auch Psychiaterinnen und Psychotherapeutinnen lesen gerne Romane. Aber "es gibt so wenig lesbische Liebesgeschichten", musste diese Schwester Sapphos feststellen. "Da habe ich mir gedacht, schreibe ich eben selbst eine." Schon verliebt sich ihre Heldin, die Psychiaterin Idske, in Judith, eine Cellistin. Frauen und Filme spielen eine große Rolle in diesem Debütroman, der 2003 in Niederländisch erschien. Sechs Jahre später kam im gleichen Verlag "Weg", das zweite Buch der gesuchten Autorin, heraus.

Ihre Romane wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zu den in Deutschland erfolgreichen Büchern gehört "Die Giraffe". Die Geschichte handelt von einer bizarren Liebesbeziehung zwischen dem Tierwärter Joseph und einer Giraffe im Zoo von Vincennes. Die zeitgenössische französische Schriftstellerin schreibt auch Theaterstücke, Kinder- und Jugendbücher sowie Texte für Tänze und Lieder. Zu den Interpretinnen gehören die Choreographin Dominique Boivin und die französische Chansonsängerin Juliette Gréco.

"Ich bin nur noch ein bleicher Nachlassschatten", meint die 1905 in München Geborene. Sie ist aber viel mehr als die Verwalterin bedruckten Papiers. 1933 gründet sie das politische Kabarett "Die Pfeffermühle" und arbeitet mit Vorträgen, als Schriftstellerin und Journalistin gegen den Nationalsozialismus. Ihr politisches Engagement wird anerkannt. So schreibt ihr beispielsweise Joseph Roth im Frühjahr 1935: "Sie machen zehnmal mehr gegen die Barbarei als wir alle Schriftsteller zusammen."

Die 1940 in Berlin Geborene wuchs in Bayern auf. Ihre Mutter war ausgebildete Malerin und ihr Vater Jurist. Nach der Absolvierung ihrer Schulausbildung arbeitete sie in wechselnden Berufen und Branchen. Ab 1975 studierte sie Germanistik und Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg. 1977 erschien ihr erster Roman . Neben Romanen hat sie auch Theaterstücke geschrieben. Sie hat zahlreiche Stipendien und Literaturpreise erhalten.

Maria Eleftheria & Sandra Wöhe waren 2007 auf Lesereise quer durch Deutschland und Österreich. Shoe International Network veranstaltete einen Carspotting-Webbewerb, bei die , unser 18 Jahre alter Tourwagen, im Mittelpunkt stand.

Die Gesuchte wurde am 15. August 1880 in Hamburg geboren. Als Siebzehnjährige begann ihre journalistische Laufbahn beim Hamburger Fremdenblatt. Am 9. Oktober 1904 hielt die 24-Jährige im Berliner Hotel Prinz Albrecht vor dem wissenschaftlich humanitären Komitee die weltweit erste bekannte lesbenpolitische Rede über . An das Thema Homosexualität wagte sie sich auch literarisch: 1906 erschien unter einem Pseudonym im Leipziger Max Spohr-Verlag ihr Novellenband

1909 in Südengland geboren, wuchs die Gesuchte in Berlin auf. Dort hatten ihre Eltern ein Möbelgeschäft. Es wurde in der Pogromnacht 1938 zerstört. Sie floh vor den Nazis ins Exil nach England, wo sie als Hausangestellte, Kindermädchen und Erzieherin arbeitete. Schreiben wurde zur Überlebenshilfe. 1984 veröffentlichte sie den Gedichtband . Ihren Bekanntheitsgrad hat sie auch dem preisgekrönten Dokumentarfilm "Paragraph 175" zu verdanken.