Was hilft gegen Heterosexualität? Süßigkeiten? Die neue Kolumne finden Sie in der Rubrik «lesen» – und mehr.
Lesungen
femscript-Schwestern unterwegs: BuchBasel indonesisch mit Sandra Wöhe
Zum Finale ihres Buchmessenjahrs fuhren „Die indonesischen Schwestern“ nach Basel.
Ich durfte mitkommen und traf beim femscript-Apéro viele Kolleginnen. Von den Minutenlesungen hatten mir Jola, Jasmin und Gritta zwar nichts erzählt, aber auch hier schlugen sie sich wacker.
Was für ein Erlebnis im Dialogzelt. Ich habe die LesBar mit den zahlreichen Neuerscheinungen der femscript-Autorinnen, Mitra Devi, Brigit Keller usw. genossen.
Altes Sparschwein gefunden
Und niemand sucht die Erben? Warum lässt sich der Staat nur die Erbschaftssteuer entgehen? Erben gesucht – online. Das wäre die Marktlücke.
Bern? Gern!
Volles Programm beim Frauenfest in der Buchhandlung Weyermann zu Füßen der Zytglogge.
Ich war mit drei Kurzlesungen dabei. Da blieb gerade noch Zeit für das Engelstarot. Wenn die Karte wahr gesagt hat, starten «Die indonesischen Schwestern» jetzt erst richtig durch. Unberufen, toi-toi-toi!
Tempi passati: Unterwegs mit Giraffe im Nadelöhr
10 Jahre RainbowStars Feier
Deine Ohren wollen es doch auch, 05.12.2010
Museum Burghof - Lörrach
Video: Geburtstags-Un-An-Ständchen
1. Kultur Tour Lyss
Textemix aus Kolumnen und Kurzgeschichten, 11.10.2010
Sieberhuus, Herrengasse 4, Lyss
Video: Lesung Lyss
SHE-Lesbencafé, Ludwigsburg
Erotische Kurzgeschichten 09.07.2010
Buchhandlung Himmelheber, Heidelberg
erotischer Textcocktail, 30.04 2010
Video: "Textcocktail in Heidelberg"
CSD-Südwest, 17.04.2010

Sandra Wöhe & Ursula Vollmer, Stadt Lörrach
Video: CSD - Südwest - Lörrach
Gayvention 2010 - "Are you ready for Take-Off?

We were. Tanja Gerstel, Inge Lütt, Sandra Wöhe, 27/28.03.10
Video:
Sandra Wöhe goes Gayvention 2010
Sandra Wöhe packt es

Sandra Wöhe und Petra Vierecke, Redaktion escape
Erotische Textcocktails 2009
Verein Frauenliteratur im Frauenzentrum Mainz e.V.

Isabelle Müller, Inge Lütt und Sandra Wöhe:
Video: Drei Frauen. Drei Themen. Drei Stimmen, 17.10.2009
Love Bites
Erotische Nacht mit erotischer Tanzshow, Musik, Performances & Lesungen, Offenbach, 15.10. 2009

Wilsch, LesbenBar Winterthur
Badgasse 8, Winterthur, 30.09.2009
Video von Wilsch
Kulturwoche Konstanz-Kreuzlingen im Einblick 11.07.2009
EuroPride 09, Zürich
"Celebrating 40 years with pride". Und gesponserten Stars.

CSD-Lörrach 2009
Regenbogen-Bühnenprogramm auf dem Lörracher Marktplatz,
18.04.2009

Restaurant Du Nord
"Sinnesbetörungen", Stefan Imobersteg, Jürg Kilchherr, Jamie Wong-Li und Sandra Wöhe 17.04.2009
Dies und das!
Ein-Drücke
Festrede von Sandra Wöhe zum Jubiläum "Dreißig Jahre Charlottenberg", 28.06.08
2. SchwuLesBischer Markt
Lörrach, 24. 05.08
Welt der Werkzeuge
Werkzeugpräsentation der Firma J.Metzele GmbH und
"Schrauben und Schneiden" Geschichten von Sandra Wöhe
Luban, Jelenia Gora, Wroclaw, Zgorzelec, 13. 5 - 18.5.2008
Kurzfilmwettbewerb 11. Pink Apple
Preisverleihung im Arthouse Movie, 4 Mai 2008
"Damen im Doppelpack" on Tour, Juni 2007
Maria Eleftheria & Sandra Wöhe waren auf Lesereise quer durch Deutschland und Österreich. Unser Tourtagebuch veröffentlichten Shoe International Network, Sound Over The Rainbow und die lesbenforen.de. Bei Lesbenforen gab`das Backstage-Feeling dazu. Zudem begleitete das Internetradio Sound Over The Rainbow uns auf der Lesereise "Damen im Doppelpack". Shoe International Network veranstaltete einen Carspotting-Webbewerb, bei die "Busfrau", unser 18 Jahre alter Tourwagen, im Mittelpunkt stand.

Donnerstag, den 31.05.07: Der Tag davor
Morgen ist es also soweit: Meine erste große Lesereise -fast einen Monat lang-, die mich kreuz und quer durch Deutschland führen wird. Aber ich bin ja nicht allein, Maria Eleftheria ist mit von der Partie.
In meiner Wohnung sieht es aus wie in einem Marketingbüro kurz vor dem großen Event. "Damen im Doppelpack" lachen mir von Postkarten und Plakaten entgegen. Die Flyer der Sponsorinnen passen doch nicht mehr in die Schachtel mit den Kurzgeschichtenheften, der Koffer quillt auch schon über und wo ist eigentlich die Transportrolle für die Plakate? Ich brauche erst einmal eine Pause.
Hm, das schmeckt! Aber halt, war dieser Wein nicht eine von den Flaschen, die ich als Gastgeschenk mitnehmen wollte? Jetzt fehlen schon zwei. Einkaufen muss ich also auch noch. Wie machen das eigentlich die anderen, wenn sie auf Lesereise gehen?
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Freitag, den 01.06.07: Stuttgart, Auf die Plätze, fertig!
Maria und ihr Bus warten schon auf mich. Nun schmücken wir den Wagen mit den Sponsoreninnenaufklebern. Das sieht richtig gut aus: Fairlines Reisebüro, Schönbächler-Designerbörse,FrauenSchreibSchule und das Frauenlandhaus Charlottenberg an den Seiten, ganz prominent prangt das SHOE-Signet für den Web-Bewerb. Soll ich Euch die Lösung verraten?

Nein, dann hättet Ihr es zu einfach. Auf jeden Fall habt Ihr es deutlich leichter als wir: Mit vereinten Kräften und einer Trittleiter bringen Maria und ich das "Autorinnen on Tour" -Banner am Busdach an. Ich muss auf die Leiter, wenn Maria sich die Füße verknackst, war’s das schon mit der Reise. Ich habe nämlich den Führerschein nicht bei.
Nachher gehen wir ein bisschen Stuttgart entdecken. Clara Zetkin wohnte hier, Rosa Luxemburg besuchte sie. Ob der Rest der Stadt feministisch gesehen auch unter einem so guten Stern steht?
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Cosmopolitan Lounge, Poststr. 14, Mudau-Steinbach, 2.06.07
Lange haben wir sie geplant, unsere Lesetour 2007. Jetzt sind wir endlich unterwegs. Maria Eleftheria sitzt am Steuer. Und ich sage ihr, wo’s lang geht. Natürlich nur auf der Reiseroute. Die bringt uns heute von Stuttgart nach Mudau-Steinbach.
Ich bin schon sehr gespannt, was für ein Ort sich hinter diesem Namen auftun wird. Auch Maria war noch nie dort. Ob Fuchs und Hase schon das Begrüßungszeremoniell üben? Oder sind sie noch dabei, die Bürgersteige nach einer geruhsamen Nacht wieder herunterzuklappen?
Vermutlich wird doch ein bisschen mehr los sein als in meiner Phantasie. Aber die döst noch, für mich ist es eindeutig zu früh an diesem Morgen.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Frauencafe Heidelberg, Heinrich-Fuchs-Str. 9, Heidelberg, 3.06.07
Die Damen im Doppelpack können heute literarisches Quartett spielen: In Heidelberg sind Elke Heinike und Jule Blum mit auf dem Podium.

Die beiden habe ich auf der letzten Buchmesse in Frankfurt kennen gelernt. Ich bewundere ihren unermüdlichen Einsatz für den Lesbenring und schätze sie als Autorinnenkolleginnen. Sie tragen Texte mit Heidelberg-Bezug zum Programm bei.
Danach gehen wir zu acht Frauen mexikanisch essen. Es wird in diesem Gartenlokal recht spät für uns. Zum Glück kann ich ja ausschlafen.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Buchhandlung Himmelheber, Theaterstr. 16, Heidelberg, 4.06.07
Sonntag lief es ja sehr gut. Ob jemand unser Heidelberger Quartett heute auch ein zweites Mal genießen will?
Den Tag über haben wir gefaulenzt, während draußen der Regen prasselte. Unsere Gastgeberinnen Elke und Jule umsorgen uns liebevoll. Dabei haben sie heute ja auch eine Lesung. Wir haben so viel gelacht, dass ich in Gedanken mein Gepäck durchgehe. Habe ich die guten Schweizer Halsbonbons dabei? Die müssen es schon sein, denn wer hat's erfunden?
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
LesbenArchiv, Klingerstraße 6, Frankfurt am Main, 5.06.07

Karin Weber, die die Traditionelle Lesenacht im lesbisch-schwulen Kulturhaus organisiert, hat gute Nerven. Die brauchte sie auch: Maria und ich kamen drei Minuten zu spät. Herr Grönemeyer ist Schuld - seinetwegen wurden wir so oft umgeleitet, dass die Navi ausstieg. Aber es wurde dann noch sehr lustig.Dass das mit Karin so sein muss, weiß ich seit der letzten Lesenacht. Da machte sie mir vor versammeltem Publikum einen Heiratsantrag. Und da sollte ich noch hochkonzentriert "Giraffe im Nadelöhr"präsentieren!
Gut, dass Karin nicht auf den Antrag bestanden hat. Heute Abend stellte sie mir ihre Freundin vor. Die beiden strahlen uns die Lesung hindurch an und ihre positive Energie lässt uns den Grönemeyerstress schnell vergessen. Die gute Stimmung überträgt sich auf das Publikum. Was für ein schöner Abend!
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Schönbusch Biergarten, Kleine Schönbuschallee 1, Aschaffenburg, 6.06.07
"Damen im Doppelpack" trat heute als Trio auf, mit Inge Lütt aus der Schweiz als "special guest".
Uns und dem Publikum gefiel der Abend im Grand Bistro Schönbusch sehr gut. Nach der Gemeinschaftslesung wurde es wieder lang und lustig.
Hoffentlich ist das ein Fazit, das Maria Eleftheria und ich nach dieser Mammut-Lesereise auch ziehen werden.
Das zweite Bild entstand während des Radiointerviews bei Sound Over The Rainbow.
Auf Wiederlesen! Oder vielleicht auch: Auf Wiederhören?
Sandra Wöhe bei Sound over the Rainbow. Foto ©Maria Eleftheria
Frauenzentrum Mainz e.V,, Walpodenstr. 10, Mainz, 7.06.07

Maria Eleftheria & Sandra Wöhe tragen Lesbenring-Shirts.
Sieben ist meine Glückszahl. Heute war der 7. Juni, also was konnte da noch schief gehen? Aus dem tiefen Odenwald ging die Fahrt Richtung Mainz. Das Frauenzentrum fanden wir gleich. Ein schöner Ort, hell, licht und gemütlich. Gutgelaunte Frauen.
Als die Lesung begann, sprang schnell der Funke über. Sandra und ich wurden von Humor und Wohlwollen getragen. Zum Abschluss verwöhnten uns die Damen. Es gab einen großen Teller, liebevoll drapiert mit allem, was das Herz - oder besser der nun hungrige Magen begehrte.
Liebe Frauen, wenn uns bei jeder Lesung solch tolle Atmosphäre begegnet, kann unsere Reise noch lange weiter gehen!
Herzlich - Maria Eleftheria
Frauenlandhaus Charlottenberg, Holzappeler Str. 3, Charlottenberg, 8.06.07
Ab heute werde ich Charlottenberg nie mehr mit dem Berliner Stadtteil Charlottenburg verwechseln.
Statt in Preußen sind wir im Westerwald gelandet. Ich möchte gar nicht mehr weg von hier: Das Frauenlandhaus ist ein wunderschöner Ort, an dem überall zu spüren ist, dass er in Frauenhand ist.

Der Gedanke an die nächsten 22 Tage Lesereise macht mir ein bisschen Bauchgrimmen. Aber jetzt kann ich ja erst einmal entspannen. Wohlig grunze ich unter der Shiatsu-Massage. Iris und Manuela, die das Haus für den Verein Frauenlandhaus Charlottenberg führen, lassen sich eine Menge einfallen für das Wohlbehagen ihrer Gästinnen. Ich werde ganz sicher wieder kommen.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Café Rosa Mond e.V., Lierenfelder Straße 39, Düsseldorf, 9.06.07
Erstklassiges Düsseldorf! Gut, das heißt zunächst nur, dass ich mein erstes Schuljahr hier zugebracht habe, aber immerhin! Da ist doch unsere heutige Lesung sicher ein Heimspiel für mich. Hoffentlich.

Aber hier im Café Rosa ist es sowieso gemütlich. Vor vierzig Jahren war ich ein bisschen zu jung, um schon eine Vorliebe für das Düsseldorfer Altbier zu entwickeln. Aber vielleicht ist heute ja die Gelegenheit dazu. Nach der Lesung. So soll Lore Lorentz vom Düsseldorfer Kommödchen auch gehalten haben. Um sie kennen zu lernen, war ich damals zu jung. Und jetzt ist es zu spät, die legendäre Kabaretistin live zu erleben.
Meine Lektorin lässt es sich schon schmecken. Ich kenne sie seit vier Jahren, aber an diesem Abend sehen wir uns zum ersten Mal. Sie sieht viel weniger streng aus, als ihre E-Mails zu meinen Texten mich vermuten ließen. Oder liegt es am Alt?
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Kneipe Hempels, Ziegelhofstr. 83, Oldenburg, 10.06.07
Ja, Altbier ist lecker. Aber ich war brav, weil ich Maria nicht zumuten wollte, einen "Kater" nach Oldenburg mitzunehmen.
Wie kam ich nur darauf, diese moderne Universitätsstadt mit ihrem Horst-Janssen-Museum für ein Dorf zu halten?

Foto © Maria Eleftheria 2007
Ganz begeistert bin ich auch vom Regenbogenhaus Na Und e. V. Mit ihm ist den Lesben und Schwulen der Region ein Zeichen gegen Diskriminierung gelungen, von dem wir in Zürich noch träumen.
Unsere Lesung fand in der Regenbogenhaus-Kneipe bei "Hempels" statt. Das Publikum musste nicht unters Sofa, sondern saß ganz gemütlich am runden Tisch. Die Frauen hatten viel Spaß, als ich meinen Büstenhalter auspackte. Den Text aus "Mein heimliches Auge" meine ich.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Literaturhaus Schleswig- Holstein, Schwanenweg 13, Kiel, 11.06.07
Wo kann man in Zürich am weitesten sehen? Am Treffpunkt des Hauptbahnhofs. Von dort aus hat man freien Blick zur Nordsee.
Aber heute habe ich Gelegenheit, nicht nur ein Fischgeschäft mit begehrlichen Blicken zu umstreichen, sondern das Meer selbst zu riechen. Auf geht’s nach Kiel.
Abends wird es richtig offiziell: Wir lesen im Literaturhaus Schleswig-Holstein und reihen uns damit in eine Liste prominenter Namen ein.
Danach gehen wir zum geselligen Teil über: Mit Matjeshering. Darauf freue ich mich ganz besonders.
Je spannender die Lesung, desto hungriger bin ich nachher. Und ich liebe Fisch!

Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Frauencafé endlich, Dragonerstall 11, Hamburg, 12.06.07
Hamburg, ein Tor zur Welt, Vielfalt, die uns begegnet. Ich habe mich auf diesen Abend bei den Hanseatinnen gefreut. Karin und Linda kenne ich bereits von meiner ersten Lesereise. Herzlich wurden wir begrüßt.

Foto © Maria Eleftheria 2007
Die Unterbringung in diesem Frauenhotel ganz im Zentrum der Stadt ist etwas besonderes. Frau fühlt sich hier aufgehoben und wohl.
Aus der geplanten Veranstaltung im Garten wurde bei kühlem Abendwind spontan ein Event in den behaglichen Räumen des Cafes. Wir heizten den Frauen mit unseren Geschichten ein und wurden mit tosendem Beifall belohnt.
Ein gelungener Abend für alle.
Bis zum nächsten Mal - Maria Eleftheria
W.E.T.-CLUBHAUS. am Mühlenteich, Erikastraße 196, Hamburg, 13.06.07
Im Publikum sind Gäste aus Asien. Wir sind eine gemütliche Runde, in der ich mitten drin sitze.
Ich glaube, indonesische Gewürze zu riechen und Malaisch zu hören. Es dauert eine Zeit, bis ich in meine professionelle Rolle hineinschlüpfen kann, so weit bin ich in meiner Erinnerung zurückgereist.
Plötzlich spüre ich im Nacken einen zarten Hauch, der mich beflügelt. Ich lese aus "Reis weicht Brot", der Geschichte einer indonesischen Witwe und ihrer Töchter. Ungerufen sind ihnen die Geister der Heimat nach Deutschland gefolgt -ich spüre die alte Magie, die mich seit Anbeginn meines Lebens begleitet.
Die Zuhörenden fühlen sie ebenfalls, ihre Augen strahlen. Ein größeres Kompliment kann es nicht geben. Zahlreiche Fragen leiten nach der Lesung zu einer gemütlichen Plauderrunde über.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Café International, Ottenstrasse 1, Hannover, 14.06.07
Schwül und heiß war es auf der Fahrt von Hamburg nach Hannover. Selbst das Navigationsgerät verweigerte den Betrieb. Ich hätte den Wunsch nach Abkühlung etwas differenzierter aussprechen sollen, denn kurz vor Beginn der Lesung entleerten drohend schwarze Wolken ihren Inhalt über der Stadt. Zu unserer Freude ließen sich die Frauen davon nicht abschrecken. Sie kamen zahlreich zum Cafe International. Es wurde ein sehr schöner Abend und Gunda, unsere Veranstalterin, hat uns kulinarisch verwöhnt.

Bin ich froh, dass ein Teil meiner Hosen mit flexiblem Gummibund ausgestattet sind!
Herzlich - Maria Eleftheria
Freitag, den 15.06.07: Unterwegs
Heute haben wir frei - auch vom Tagebuchschreiben.
Auf geht's nach Berlin!
15. LesbischSchwules Stadtfest Berlin, 16.06.07
Für das Rainbow-Radio berichten wir der Redakteurin Manuela Wehrle von unserer Lesereise "Damen im Doppelpack" und dem Carspotting-Wettbewerb bei SHOE, der ihn begleitet.

In die Liveübertragung mischt sich der Trubel des lesbisch-schwulen Straßenfests am Nollendorfplatz.
Was für ein Event! Das größte seiner Art in Europa. Und wir mittenmang dabei.
Heute dreht sich die Welt einfach anders herum. Hier sind Heterosexuelle in der Minderheit. Als eine Frau einen Mann küsst, denke ich: "Moment, das ist doch nicht normal! In der Öffentlichkeit das andere Geschlecht küssen?"
Ich glaube, ich sollte mal ausschlafen. Aber zuerst geht es heute Abend in die BegIne. Zur Lesung. Morgen haben wir "frei". Ich freue mich auf den Liegestuhl im Garten.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
BEGiNE - Treffpunkt und Kultur für Frauen e.V., Potsdamer Str. 139, Berlin, 16.06.07
Zwanzig Jahre nannte ich diese Stadt mein zu Hause. Erinnerungen begleiten mich, gelebte Subkultur, deren Bestandteil auch die BEGiNE war.
Heute bin ich keine Besucherin. Als "Damen im Doppelpack" bereiten wir den Frauen eine exotisch-erotische Lesung der besonderen Art.

Bei keiner bisherigen Veranstaltung war ich dermaßen nervös. Es mag daran liegen, dass ein Teil der Zuhörerinnen zu meinem Freundinnenkreis gehört. Oder daran, dass ich um den hohen Anspruch bei dem kulturellen Angebot in dieser vielfältigen Metropole weiß.
Meine Aufregung legt sich, als ich zu lesen beginne und wieder gelingt es, der Funke springt über. Die unterschiedliche Art von Sandra und mir, die sich perfekt ergänzt, kommt an. Bei den anschließenden Gesprächen geben uns die Frauen ein tolles feedback.
"Wat ein juter Abend, ick komme wieder!" - Maria Eleftheria
Sonntag, den 17.06.07 und Montag, den 18.06.07
Heute haben wir frei - auch vom Tagebuchschreiben.
Auf geht's in den Liegestuhl!

Foto © Maria Eleftheria 2007
Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Robert-Franz-Ring 22, Halle, 19.06.07
Eine Freundin hatte mir von Halle vorgeschwärmt, der Stadt ihres Lieblingskomponisten Händel. Von den Bauruinen in den Seitenstraßen hatte sie nichts gesagt, nichts von Geschäftsaufgaben und wenig über die Situation in den immer noch Neuen Bundesländern.
Aber sie hat recht: Halle ist schön. Und Halle hat mit der Weiberwirtschaft ein ganz besonderes Frauenzentrum. Leider nicht mehr lange - der Vermieter hat gekündigt, neue Räume sind nicht in Sicht. Schade, denn die Weiberwirtschafterinnen umsorgen uns und die anderen Gäste bei unserer ersten Lesung im Osten Deutschlands so richtig herzlich.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe

Frauenzentrum Weiberwirtschaft, Robert-Franz-Ring 22, Halle, 19.06.07
Das erste Mal war ich in Leipzig zur Buchmesse, um "Mara und die Feder des Domai" zu präsentieren. Diesmal sind Sandra und ich vom Frauenkulturverein eingeladen.
Als wir bei der angegebenen Adresse ankommen, stehen wir vor einem Fabrikgelände mit teilweise leer stehenden Hallen. Die Photographin in mir würde am liebsten die Kamera nehmen und auf Entdeckungsreise gehen. Von Menschen verlassene Räume mit ihrem morbiden Charme faszinieren mich. Leider ist dafür keine Zeit. Bevor wir den Besucherinnen das Lesevergnügen der besonderen Art bereiten, halte ich wenigstens die farbenfrohen Wandmalereien am Kulturzentrum fest.

Heute mit einem Bildergruß - ©Maria Eleftheria 2007
Café Kontakt, Prießnitzstraße 18. Dresden, 21.06.07
Elbflorenz! Frauenkirche, Semperoper, Zwinger, Grünes Gewölbe und und und. Genau: Und das Café Kontakt in der Innenstadt. Es ist sehr gemütlich, aber trotzdem fremdle ich ein bisschen. Ich verstehe nämlich höchstens jedes dritte Wort, und das auch nur, wenn die Reisegruppe aus dem Wallis zählt, die eben unseren Weg kreuzte. Auch ohne Busgesellschaften können wir uns über zahlreiche Besucherinnen bei unserer Lesung freuen. Darunter ist auch die Zeichnerin der Giraffe, die auf den Buttons, Lesezeichen und Magneten prangt.
Wir sind im "Lümmelraum" mit roten und gelben Kissen auf dem Diwan unter einem Baldachin - das Wetter macht uns einen Strich durch die ursprünglich geplante open-air-Veranstaltung.

Nach drei Nächten am See sind wir wieder ausgeruht und entspannt. Heute Nacht geht es noch weiter Richtung Bamberg.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Aidsberatung Oberfranken, Willy-Lessing-Str.16, Bamberg, 22.06.07
Den beiden Damen geht es gut. Bester Laune und erholt stehen sie vor ihrem Publikum. Kaum zu glauben, dass sie schon so lange mit der Busfrau unterwegs sind.
Für die Aidsberatung Oberfranken haben Maria und Sandra noch einmal meinen "dicken Müller" eingeladen, weshalb der heutige Bericht von mir kommt. Das Publikum füllt rasch den Raum,weitere Stühle werden herbeigeschafft. Auch ein paar Männer wollen die "Damen im Doppelpack" erleben und hören gespannt auf Sandras und Marias Berichte aus der lesbischen Lebenswelt.
Im Publikum sind auch Mitglieder der "Giraffenwerkstatt". die Sandra ein T-Shirt überreichen. Sie macht den Spaß mit und zieht es für die Lesung über.
Anschliessend bittet "uferlos" zur Party, aber Maria und Sandra müssen wieder los: Die nächste Station ist München und die Busfrau scharrt schon unruhig mit den Reifen.
Gute Fahrt wünscht
Inge Lütt

Atelierhaus der Glockenbachwerkstatt, Baumstraße 8, München, 23.06.07
Auf München habe ich mich besonders gefreut. Meine Webhexe, Sabine Mairiedl, wohnt hier und jedes Mal, wenn ich zum Arbeiten da bin, zeigt sie mir ihre Lieblingsstellen in der Stadt.
Bei der Lesung im Atelierhaus der Glockenbachwerkstatt erwartet mich eine Überraschung: Zwei der drei Damen vom Cover meines Romans "Giraffe im Nadelöhr" sitzen im Publikum. Wie die anderen Zuhörerinnen haben auch sie viel Spaß mit Maria, mir und unseren Texten.

Foto © S.M.Mairiedl 2007
Nach der Lesung wird der Abend im Café Glück noch lang. Aber Maria und ich können ja ausschlafen - jede in "ihrem Zimmer": Maria schläft im Wohnwagen, die Busfrau hält das Bett für mich bereit.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Zweistein Bar & Café, Giselakai 9, Salzburg, 24.06.07
Eines steht fest: Die Busfrau ist keine Gebirgsziege. Treu und brav zieht sie den Wohnwagen, aber Steigungen fallen ihr doch schwer. Wir erreichen Salzburg und entspannen uns erst einmal am Flussufer.
Im "Zweistein" lesen wir vor gemischtem Publikum: Männer und Frauen lauschen gespannt unseren Texten. Wir lesen per Mikrophon. Das braucht es auch, denn die Eiswürfelmaschine hinter der Bar glaubt sich wohl bei einem Karaoke-Wettbewerb. Zu allem Überfluss sorgt draußen auch noch ein Wolkenbruch für Hagelkörner in Murmelgröße.

Foto © Maria Eleftheria
Ich bin froh, dass wir nach der Fahrt erst einmal Kraft getankt haben. Wir fahren gleich weiter Richtung Wien. Hoffentlich ist das Wetter dort besser.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Wien, 26.06.07
Vor 15 Jahren bin ich mit meiner damaligen Freundin den Radweg entlang der Donau von Passau nach Wien gefahren. Die Reise ist mir noch so lebhaft in Erinnerung, dass ich mich wundere, als ich mein Wien nicht mehr erkenne.
Damals saß ich stundenlang in der Straßenbahn und fuhr die Ringstraße entlang. Der Reiseführer erzählte mir für jedes Haus eine Geschichte und ich war sicher, keine davon zu vergessen. Ich weiß noch, dass ich etwas über die Staatsoper wusste, aber was war das nur? Mit einem Ruck fährt die Tram wieder an und ich entdecke zwei Museen weiter etwas, das sich überhaupt nicht verändert hat.
Immer noch hat der kleine Kiosk Käsekrainer im Angebot. Nach und nach kehren die Erinnerungen zurück. Gute alte Ringbahn, auf dich ist eben Verlass. Selbst mit Verspätung.
Ich habe viel Zeit: Maria ist damit beschäftigt, ihre Ausstellung "KITASA" aufzubauen. Ich erobere mir einstweilen die Stadt zurück. Ob die Käsekrainer immer noch so gut sind wie damals? Versuch macht kluch.
Auf Wiederlesen!
Sandra Wöhe
Siebensterngalerie, Siebensterngasse 25, Wien, 28.06.07
Vernissage "Kitasa"

Foto © Renée Kellner
Wie viel Adrenalin verträgt ein Mensch? Und wie kann es sein, dass ich bei so wenig Nahrungsaufnahme so oft auf Toilette muss? Das waren für mich die zentralen Fragen kurz vor meiner ersten Ausstellung ... .
Jetzt, im Nachhinein finde ich kaum Worte für diesen unvergesslichen Abend.
"KITASA" wurde von einer Griechin, die einfühlsame Worte fand, eröffnet. Sandra Wöhe spannte mit ihrer Lesung aus dem Manuskript "Reis weicht Brot" passend den Bogen zu dem Thema "menschliche Spuren in verlassene Häuser auf Kreta". Beim anschließenden Rundgang fühlten sich die BesucherInnen von meinen Photographien berührt.
Nach all den positiven Rückmeldungen ist mein Resümee: Es gibt nichts Gutes, außer "Frau" tut es!
Herzlich - die Photographin Maria Eleftheria
FZ-Bar, Währinger straße 59/6, Wien, 29.06.07
Meine letzte Lesung! Zumindest für diese Reise.
Natürlich hat sich Routine eingespielt, aber ich bin vor jedem Auftritt nervös, als wäre es mein allererstes Mal. Die Frauen im Zuschauerraum schauen mich erwartungsvoll an. Ich beginne zu reden und schon biegen sie sich vor Lachen.
Habe ich etwa wieder zu schnell gesprochen und aus "Nicht ohne meinen Büstenhalter" einen Bürstenhalter gemacht? Au weia. Ich brauche Ferien. Aber erst will ich Spaß haben. Wie beim ersten Mal. Und bei den vielen Gelegenheiten seither.
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Spaß hatten wir alle, Maria,

und ich

Foto © Renée Kellner
- und das Publikum. Die Zeit ist wieder wie im Flug vergangen.
Nun ist die Lesereise vorbei. Und das ist auch gut so. Aber ein bisschen schade ist es auch.So viele neue Eindrücke gab es, so vielen interessanten und liebenswerten Frauen bin ich begegnet!
Ob ich es schaffe, mich an sie alle auch noch nach Jahren zu erinnern? Jedenfalls wird die Tour als "Damen im Doppelpack" lange nachleuchten. Auch wenn die Einzeleindrücke sich vermischen werden: Es bleibt ein Gefühl, das mich lächeln lassen wird - immer wieder, immer neu.
Ein herzliches Dankeschön all den Frauen, die mir zauberhafte und unvergessliche Augenblicke geschenkt haben!

Foto © Renée Kellner
Ohne Euch fuhren wir in die weite Welt.
Mit Euch kamen wir ans Ziel.
Wir danken für die Herzlichkeit -und sind immer noch gerührt.
Mit einer stillen Verbeugung
Sandra Wöhe & Maria Eleftheria

Foto © Renée Kellner
Auf Wiederlesen
PS: Mit Eurer Hilfe konnte "Damen im Doppelpack" der Krebsliga Zürich 250 Euro bzw. 400 sfr.überweisen. Vielen herzlichen Dank für Eure Grosszügigkeit.
"Giraffe im Nadelöhr" & Kurzgeschichten
Love bites - Die erotische Nacht zur Buchmesse
Passage Kinos , Hainstraße 19a, Leipzig
Wegen Schneefall` fiel meine Teilnahme leider aus, 23.03.07
Mona Lila
Uferlos, Geissenring 14, Luzern
"Giraffe im Drag King' Fieber", 10.03.07
Drag King' Night im MonaLila
Homosexuelle Arbeitsgruppen Zürich
HAZ Centro, Sihlquai 67, Zürich
Sofa-Lesung mit "Giraffe im Nadelöhr", 16.02.07
Femintim
Femintim, Merkurstrasse 52, Rapperswil
Sunday-Special mit Barbetrieb, 14.01.07
Femintim
Femintim, Merkurstrasse 52, Rapperswil
Afterwork-Lesung mit Barbetrieb, 12.01.07
Pudding Palace
FZ, Mattengasse 27, Zürich
Aphrodites Mahl mit Giraffe & Co, 17.12.06
Berner Literaturforum
Quartierzentrum Länggasstreff, Lerchenweg 35, Bern
zu Gast beim 7ten Literaturforum Länggasstreff Bern,ausgefallen, 26.11.2006
Lesbenforen
Leserunde "Giraffe im Nadelöhr", 20.11.06
Onobar
Kramgasse 6, Bern
Femscriptlesung: "Den Fluss überfliegen", 5.11.06
Gay-Mega-Store
Laufenstrasse 19, Basel
Erotik & Literatur, 3.11.06
HALU Dienstags-Bar
ufer l o s, Geissensteinring 14, Luzern
Lesbischwule Erotiklesung, 31. 10. 2006
Frauenzentrum Zürich
Mattengasse 27, Zürich
Kurzgeschichten, 12.10.06
Grande Opera
Oskar von Miller Str.10, Frankfurt
LOVE BITES, 07. 10.06
Die erotische Nacht mit erotischer Tanzshow,
Musik, Performances & Lesungen
Traditionelle Lesenacht im schwul-lesb. Kulturhaus
Klingersstrasse 6, Frankfurt, 07.10.06
mit: Sandra Wöhe MP3, Oliver Fehn, Regina Nössler,
Markus Dullin, Jo van Nelsen , Ariane Rüdiger,
Martin Pichler, Corina Waffender & Jürgen Friedenberg

Karin Weber führt in die Lesenacht ein.

Der Kampf mit dem Mikrofon.
West-Östlicher-Diwan
Christian-Pless-Strasse 11-13,Offenbach
LOVE BITES, Die erotische Nacht, 06.10.06
Frankfurter Buchmesse
Messegelände in Frankfurt am Main
Stand: konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, 06.10.06
Tempi passati: Unterwegs mit Lass mich deine Pizza sein
Wilsch, Verein Winterthur Lesben und Schwule
Badgasse 8, Winterthur
Lesbischwule Popart-Ausstellung & Lesung, 14.09.2006
Wartsaal 3
Helvetiaplatz, Bern
Lesung und Talk, 10.06.2006
HAZ Centro
Sihlquai 67, 8005 Zürich
lesbischschwule Lesung: Jürg Kilchherr & Sandra Wöhe, 12.01.2006
Berner Literaturforum
Länggasstreff, Bern
Abend der Literatur, 13.11.2005
Büchereule. Der virtuelle Treffpunkt rund ums Buch.
Leserunde "Lass mich deine Pizza sein", 06.10.2005
Warm-up-Fest, Frauenzentrum Zürich
Frauen-Dienstleistungs-Gewerbe-und-Kulturzentrum
Bremgartnerstr. 18, Zürich
Kurzgeschichten mit B. Keller, M. Devi, S. Wöhe, 15.07.2005
Booklover Conference
Hotel Schwarzer Bock, Wiesbaden
Lesung, 21.5.2005, ausgefallen
Buchhandlung Buch und Wein
Ankerstrasse 4, 8004 Zürich
Kurzgeschichten mit S. Buchmann, M. Backus,
M. Devi und S. Wöhe, 18.05.2005
Stoffwechsel 15
Geroldstrasse 15, 8005 Zürich
Gesang, Gemälde & Literatur, 03.01.2005
Schloss Elmau
82493 Elmau, 20.10.2004
Presseartikel: Jugenddialog "Toleranz zwischen Tugend und Torheit"
Lila Diestel, Frauenzentrum
Lüpertzenderstr. 69, 41061 Mönchengladbach
Lesung, 08.10.2004
Feedback Lila Diestel, Frauenzentrum
Ein kleiner Raum gefüllt mit neugierigen Frauen... .
Es ist meine erste Lesung, die ich besuche. Wie Sandra Wöhe wohl aussieht? Wird die Autorin sich einfach hinter ihren Tisch setzen? Ein Kapitel aus ihrem Buch runterrasseln? Ein paar lästige Fragen beantworten und sich dann schnellstens wieder auf den Heimweg machen? Mit der Hoffnung, dass dieser Abend die Auflage ihres Romans "Lass mich deine Pizza sein" steigern wird?!
Der Raum ist dunkel, nur ein paar "für die große Autorin" ausgerichteten Leselampen und das grelle Licht des Flures erleuchtet den Raum. Da steht sie nun! Ist sie es? Oder nicht?
Doch sie muss es sein: Wer sonst sollte sich erdreisten den liebevoll für die Autorin hindrapierten Tisch nebst Stuhl einfach an die Wand zu rücken und sich mit dem Hintern dagegen zu lehnen?
So hatte ich sie mir nicht vorgestellt, die Lady von weit her, welche die von vielen ersehnte Begabung haben soll: Geschichten zu schreiben, die andere interessieren und dies wie sich später herausstellen sollte auch noch unter Beweis stellt.
Da steht sie nun, schwarz gekleidet in einem frisch gebügelten Hemd und ohne ein einziges Haar auf dem Kopf. Sie trägt Glatze, wie es scheint stolz (ob es so ist weiß frau nicht) aber mit diesem Charakterkopf kann sie es sich leisten.
Sie beginnt mit ihrer Lesung, nimmt sich vorweg geschickt selbst auf den Arm, um ihre Aufregung runterzuspielen, was sie gleich noch sympathischer wirken lässt als sie ohnehin schon mit ihren großen, mandelförmigen Augen ist.
Da sitze ich nun auf meinem Klappstuhl neben meiner Sandkastenfreundin, die in ihrem Leben noch keine Dutzend Bücher gelesen hat und lausche Sandras Stimme.
Sie rasselt ihre Geschichte nicht runter, sie erzählt, sie gestikuliert, sie ist in ihrem Element und ihre Anspannung weicht langsam von ihr. In diesem Metier kennt sie sich aus. Diese Welt ist ihre, von ihr erschaffen.
Als sie fertig ist richtet sie ihr Wort an das Publikum... ca. 20 Frauen in einem Raum, die vielleicht fasziniert von dem gehörten, aber mit Sicherheit beeinflusst von Sandras holländisch-schweizerischem Akzent nicht wissen, mit welchem Fragen sie sie löchern sollen. So erzählt sie von sich, wo sie aufgewachsen ist, wie sie zum Schreiben kam, welche Berufe sie bereits ausgeübt hat und wie diese ihre jetzige Arbeit beeinflussen.
Wie persönlich, freundlich sie rüberkommt. Ehrlich äußert sie, dass sie stolz auf sich ist, dass nach 7 Wochen die zweite Auflage erschienen ist. Kein Anschein von Überheblichkeit kein Hauch Arroganz.
.... Als Betthupferl liest sie aus "Bisse und Küsse III" und signiert anschließend die an Ort und Stelle gekauften Buchexemplare. Ob einem wohl alle AutorInnen tief in die Augen gucken, bevor sie sich in ihrem Buch verewigen? Sandra macht es jedenfalls und es macht den Anschein, als wolle sie nicht in unsere Augen, sondern in uns schauen.
Was bei unserer "Verbindung" herauskam lautete:
"frech und charmant.
Nur weiter so."
Hat sie es geschafft hinter meiner Stirn zu sehen?
Fest steht, dies war nicht meine letzte Lesung und auch hoffentlich nicht -meine letzte Begegnung mit dir, einer beeindruckenden Frau.
Danke.
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Pink Panorama
Löwenplatz, Luzern
LesBischwules Festival, 27.05.2004
Buchladen Erlkönig
Nesenbachstrasse 52, 70178 Stuttgart
Lesung, 14.05.2004, ausgefallen
Booklover Conference
Hotel Schwarzer Bock, Wiesbaden,
Lesung, 7/9.Mai 2004, ausgefallen
Atelier ART IST Galerie
Leimbacherstrasse 100, 8041 Zürich
Kunst - Literatur - Apero-Finissage, 24.01.2004
Buchhandlung am Rand
Röschibachstrasse 73, 8037 Zürich
Lesung & Apero, 16.01.2004
Tanzschule Barbara Ruf
Rüdenplatz, Zürich
Hör- und Tanzsamba, 20.12.2003
HAZ Centro
Sihlquai 67, 8005 Zürich
Talkshow & Lesung, 19.12.2003
Atelier ART IST Galerie
Leimbacherstrasse 100, 8041 Zürich
"Kunstpizza", 05.12.2003
femscript
Pestalozzi-Bibliothek, Hofwiesenstrasse 379, 8050 Zürich
Neuerscheinungen der femscript - Autorinnen, 08.11.2003
Cafe Albatros
Kiesstrasse 27, 60486 Frankfurt
Frankfurter Buchmesse, 10.10.2003
Debütlesung: "Lass mich deine Pizza sein"
Que(e)rbeet durch das Liebesleben
Zum zweiten Mal hatte mich die CSD-Kulturwoche nach Konstanz eingeladen. Der gemütlichen Sofalandschaft im „Einblick“ konnte niemand widerstehen, selbst ich nicht, die beim Lesen sonst immer steht.
Und auch meine Heldinnen fühlten sich so wohl, dass „Die indonesischen Schwestern“, Brigitte und Inge aus „Giraffe im Nadelöhr“ und selbst Corinna und Susanne („Das kann doch nicht so schwer sein“) gar nicht mehr nach Hause wollten. Vielen Dank dem Orga-Team CSD- Kulturwoche am See, Konstanz-Kreuzlingen!
Ein besonderer Leseabend. FRAUENleben
Nun halte ich sie in Händen, die neue „Frauenwelt“, und was bringt sie da mit? Eine blau-grüne Karte - Das Reiskorn unter den Büchern - die Ankündigung von Sandras neuem Roman. Genau damit wollte ich eine Lesung für unsere Literaturgruppe in Zürich-Wollishofen organisieren. Das nenne ich Vernetzung.
Gelegentlich traf ich Sandra in der Sauna und wurde so Mithörerin, wie die Autorin von der Entstehung bis zur Drucklegung und schliesslich dem Erfolg ihres jüngsten Romans berichtete und so warteten wir Saunagäste mit der Autorin auf das Erscheinen der „Indonesischen Schwestern“.
Sandra war bereit für unsere Literaturgruppe eine exklusive Privatlesung im kleinen Rahmen zu machen. Wir sind etwa zehn Frauen (drei davon Weltenfrauen) und besprechen monatlich ein Buch. Sie kam eben zurück von der Buchmesse in Leipzig. Ich hatte das Buch inzwischen gelesen, besser gesagt verschlungen, denn ich wollte wissen, wie es diesen Frauen ergeht.
Es handelt vom Leben zwischen zwei Kulturen. Hauptdarsteller sind die Mutter Phyllis mit ihren jungen Töchtern und dem Enkelkind Kiwi. Aufgewachsen sind sie in einer begüterten Familie in Indonesien. Der Tod des deutschstämmigen Vaters bringt sie nach Deutschland und Phyllis kehrt mit ihren halbwüchsigen Töchtern nicht mehr in den Schoss der Familie zurück. Sie wird von ihrem Vater verstossen. Zwar sprechen sie deutsch, sind aber fremd im „Vaterland“ und leben nun zwischen zwei Kulturen. Das ist nicht ganz einfach, zudem ist dieses Leben nicht mehr mit materiellen Gütern gesegnet.
Wir erfahren viel über indonesische Lebensweisen, Geschichten von Geistern und Ritualen rund um die Geburt eines Kindes. Kiwi kommt am ersten beschriebenen Tag auf die Welt, ihre Mutter ist erst 16. Sie wird liebevoll aufgenommen. Kiwi entwickelt sich prächtig, betreut von Grossmutter und Tanten. 
Die drei Schwestern sind sehr unterschiedlich, sind aber durch ihr starkes Familienband miteinander verbunden, das sehr wichtig ist, denn sonst haben sie niemanden, der oder die sich verlässlich ihrer annimmt. Für mich ist die Hauptperson Phyllis - das Familienoberhaupt - Mutter und Grossmutter. Ihre Devise: „Keine Erklärungen, keine Fragen, keine Entschuldigungen. Und in schweren Fällen den bösen Geist austreiben lassen.“
Es naht der besondere Leseabend, ein Meierislistrauss duftet frisch im Zimmer. Natürlich sind die Saunafrauen auch eingeladen. Sandra bringt ihre Schwester aus Holland und deren drei Kinder mit und andere Teilnehmerinnen haben ebenfalls Gäste mit Kindern angekündigt. Für Sandra ist das kein Problem, wird alles schon gehen, auch mit den Kindern. Das ist ihre Erfahrung mit der indonesischen Familie.
Alle machen es sich gemütlich, es gibt ein Glas Wein und etwas zu knabbern. Sandra beginnt mit einführenden Worten über die Seltenheit von erfolgreichen AutorInnen. Nur gerade 3% können vom Schreiben leben. Dann liest sie uns einige Passagen vor. Zuerst die eindrückliche Stelle der Ankunft in Deutschland im Sommer. Sie trugen Pelzmäntel und trotzdem war ihnen kalt.
Die erste Frage bezieht sich auf den autobiographischen Anteil. Sandra erklärt: Gefühle kann man nicht erfinden. Nur das, was eigenes Erleben ist, lässt sich glaubwürdig verarbeiten. Es wird klar, dass ihre eigene Grossmutter das Vorbild für Phyllis abgibt. Nebst den Erlebnissen, Erzählungen und Geschichten sind in der Familie auch Aufzeichnungen vorhanden, die mitverwendet werden konnten und natürlich musste recherchiert werden, denn was im Buch steht, muss stimmen.
In der kleinen Tochter Maura von Sandras Schwester erkennen wir Kiwi. Wir sind alle beeindruckt, wie lebendig das Buch vor uns steht. Aus der exklusiven Lesung ist ein Erlebnisabend geworden. Sandra signiert unsere Bücher und verlässt uns mit ihren Gästen. Wir konnten uns noch lange austauschen und waren sehr angeregt.
Euch kann ich diese Lektüre sehr empfehlen. Die Autorin hat einen Sinn für Komik und wir waren uns nicht einig, ob „Die indonesischen Schwestern“ nun unglücklich waren oder nur unangepasst.
Ursula Rosa Michel, frauenleben.li, Juni 2011
Tübinger Bücherfest für Bücherfreunde und Leserätinnen
«Die indonesischen Schwestern» laufen durch Tübingen zum Museum.
Auf dem Weg finden sie Buchstaben und Worte in Texte verzaubert. Ihre Schwestern und Brüder liegen zwischen Buchdeckel auf Tischen und sehnen sich danach in die Hand genommen zu werden. Im Stadtmuseum ist es endlich so weit. Sandra Wöhe stellt sie vor und dann verschwinden die Schwestern, die indonesischen, in Tüten und Taschen wie viele andere Bücher auch auf diesem zauberhaften Tübinger Bücherfest.
Essen bei RosaLinde
Als die "Schwestern" laufen lernten
Leipziger Buchmesse 2011 – Bücher, Menschen, Trubel. «Die indonesischen Schwestern» mittendrin, in der Stadt, auf der Messe, bei den «LoveBites» und der Premierenlesung bei RosaLinde e. V. Hier entstand das Video.
Mehr von den «Schwestern»? Die Hörprobe erzählt den Anfang des Romans, die Urlaubsdrabbles zeigen, wie die Geschichte weitergeht.












