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Kolumnen

„Papierhöhle? Schnipselberg? Theaterschnee?“ Irma kommt ins Wohnzimmer. „Etwa eine Konfettiparty? Nicht einmal drei Tage kann ich dich allein lassen.“

„Weißt du, Irma, es ist so. Ich habe ihn ergattert, den allerletzten Platz beim Cuddlen.“ Sie kann es nicht fassen. „Ins Puff? Duuu?“

Höre ich da etwa ein gesellschaftliches Anliegen? Gegen die Zweierkiste, für die Schlamperei? Das kann nur im Schlamassel enden. Icon: Meine Fantasie ufert aus. www.sandrawoehe.ch

Die Kleider fliegen auf den nächsten Ständer. Ich laufe ihr nach. "Ir-ma. Waar-te. Iiirmaa! Ich brauche dich."

„Geben wir dem Zufall die Chance, auch mit mir Schicksal zu spielen. Ich will doch keinen Sechser im Lotto oder eine Riesenerbschaft. Mir genügt ein Lebensmittelgutschein pro Monat, zwei Jahre lang.“

„Mette! Erst Spaß und Schwatz. Und dann. Der Schweiß“, hechelt Irma. „So springt. Sie auf. Der Alm. Die Geiß. Beim Shoppen. Jagen wir. Den Preis. Und nicht die Uhr.“ Ich weiß, ich weiß.

Sorgfältig tippt sie meine Beschwerden in ihr Smartphone, eine nach der anderen. Alle mit plus. Kreuz, das passt. Ich sterbe schließlich. Was ist das?

"Ob der Homophobiker dann schon während seiner Rede schwul wird? Oder dauert das ein bisschen?"

„Ich habe doch Angst. Was ich am allernötigsten brauche, ist Coaching. Frau wird nicht als Held geboren, sondern zur Heldin gemacht.“

Das kann doch nicht sein, dass ich wegen Krebsgefahr das Rauchen aufgebe und ihn mir dann via Ente oder Delphin ins Haus hole.