Was hilft gegen Heterosexualität? Süßigkeiten? Die neue Kolumne finden Sie in der Rubrik «lesen» – und mehr.
Sandra's blog
Die Kunst des Geldes
Was macht man mit 1.4 Milliarden Euro? Genau erst mal wird aus den Geldscheinen ein Haus gebaut. Dann wird es Kunst genannt. Was denn sonst?
RUBICON: Lesbische Seniorinnenarbeit in NRW
Auch Carolina Brauckmann setzt sich dafür ein, dass gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der Altersdebatte selbstverständlich Thema sind.
Saures oder Süßes?
„Irma, lass mich los! Die Leute gaffen schon. Ein öffentliches Ärgernis, dafür habe ich wirklich keine Zeit.“ Es ist immer noch Rot. Irma hakt sich bei mir ein.
„Ist heute dein Bloß-nicht-Homo-Tag?“, fragt sie.
Ich hole tief Luft und lege los. weiterlesen
Meryl Streep - meinen Herzlichen Glückwunsch!
Berlinale 2012: Streep erhält den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Verdient! In jedem Film verkörperte sie die Protagonistin glaubhaft.
Sapphos Wettbewerb 8
55 GewinnerInnen können sich freuen: Die Preise
sind bereits eingepackt. 55? Ja. Die Weihnachtsfrau hatte den Schlüssel herumliegen lassen.
Die indonesischen Schwestern – Feriendrabble 16. Pater Paul in Rom
Eine Strähne fiel ihm in die Stirn. Sie ließ ihn jungenhaft aussehen. Phyllis hätte sie gerne wieder an ihren Platz gestrichen. Ohne diese Locke stand ihm die Weisheit ins Gesicht geschrieben.
Nach ein paar Augenblicken, wenn sie ihn eindringlich genug angesehen hatte, schob er die Tastatur beiseite und nahm den Teller. Am liebsten aß er am Schreibtisch, allein.
Er wollte nicht, dass Phyllis sah, wie ungeschickt er mit der Hand aß.
Dabei störte sie sich nicht daran. Sie mochte auch kein Besteck. Der Metallgeschmack verdarb ihr jede Mahlzeit.
Wenn ihr Enkelkind getauft war, würde er für Monate nach Rom gehen.
Die indonesischen Schwestern – Feriendrabble 15. Der Fisch im Bananenblatt
Phyllis entzündete auch hier Weihrauch und verabschiedete sich. Auf dem Weg am Brunnen vorbei fiel ihr Blick auf das Pfarrhaus. In der Morgendämmerung glaubte sie, hinter den Gardinen eine hagere Gestalt vor einem Monitor am Schreibtisch zu sehen. Sie hatte Pater Paul oft beim Studium der Heiligen Texte beobachtet.
Wenn er seine Brille zurechtrückte, spürte sie die tiefe Befriedigung, die ihm die Lehre schenkte. Er vergaß darüber sogar zu essen. Außer sie brachte ihm ilkan kembung pepesan.
Der Zander im Bananenblatt versetzte ihn erst auf die Inseln und holte ihn dann zurück in seine Schreibstube, mit Tintenfingern und wirrem Haar.
Die indonesischen Schwestern – Feriendrabble 14: Erde gegen Feuer
Tote streiften alles Irdische ab. Eigentlich erst mit ihrer Verbrennung.
Aber die Feuerbestattung war hier nicht üblich. Die meisten auf diesem Friedhof hatten ein Erdgrab. Und doch fühlte sich keine Familie schuldig. Vielleicht war also doch nichts Falsches daran. Vielleicht.
»Auch wenn eine Erdbestattung die kosmische Ordnung nicht zu stören scheint, der Erdboden steht für die Unterwelt. Wolltest du nicht von deinen Leiden erlöst werden? Im Himmel alles Irdische vergessen?«
Sie schimpfte. »So kann das doch nichts werden!« Phyllis spürte, wie ihre Wut es genoss, dass es ihr nicht gelang, zur heiteren Gelassenheit zu finden. War sie für immer verloren?
Die indonesischen Schwestern – Feriendrabble 13: Unruhige Seele
Es wurde schon lange nicht mehr gepflegt, der Stein war verwittert und unlesbar.
Pater Paul hatte ihr die Geschichte erzählt. Die Töchter hatten geheiratet und waren mit ihren Männern fortgezogen, weit weg in ein anderes Land. Hier fühlte sich niemand für das Grab verantwortlich. Seine Ahnen zu vernachlässigen, das konnte doch nicht gut sein. Wie sollte die Seele Ruhe finden?
Mit jedem Ast, den sie vom Grab der unbekannten Frau entfernte, wurde Phyllis ruhiger. Sie fühlte sich mit der Fremden verbunden, die so viel von ihr wusste, von der sie jedoch nicht einmal den Namen kannte. Natürlich hätte sie ihn nicht ausgesprochen.
Die indonesischen Schwestern – Feriendrabble 12: Pfui! Keine Feuer
Schon erkannte Phyllis, wie sinnlos ihm die Frage erscheinen musste. Sie wünschte sich, sie wäre taktvoller gewesen. Sie atmete tief.
»An Dämonen zu glauben ist wie den Weihnachtsmann für real zu halten.« Das hatte er einmal gesagt. Ein einziges Mal. Kaum ausgesprochen, hatte er sich sofort gereinigt, aus Furcht vor möglichen Folgen.
Die kühle Luft betäubte ihren Schmerz. Ihre Wut zog sich zurück und lebte nur noch in ihrem Kopf.
Plötzlich brach es wieder aus ihr heraus: »Dann noch dieses Erdgrab. Kein Feuer. Das ist wirklich das Allerletzte.«
Sie wandte sich ab und suchte das Grab der fremden Frau auf.